Christian Ludwig Mayer:

Klavier und Komposition

In seiner Jugend brachte sich Christian Ludwig Mayer (geb. 1974) das Klavierspiel weitgehend autodidaktisch bei. Er studierte neben Jazzpiano bei Prof. Leonid Chizhik unter anderem auch klassisches Klavier bei Robert Regös, Cembalo bei Michael Eberth und Jazzkomposition bei Thomas Zoller am Richard-Strauss-Konservatorium München. Sein Studium schloss er mit mehreren Diplomen ab. 2002 war er mit seinem Ensemble und Eigenkompositionen Preisträger des Gasteig-Förderpreises. Zur Fortbildung im Bereich der zeitgenössischen Musik nahm er Kompositionsstunden bei Laurence Traiger, Wilfried Hiller und Anton Prestele. 

Seine rege Konzerttätigkeit in verschiedensten Stilbereichen von traditionell über klassisch bis experimentell führte ihn in zahlreiche Länder auf vier Kontinenten: Italien, Frankreich, Schottland, Irland, Österreich, Schweiz, Iran, Singapur, Kanada, Peru oder die USA. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Beschäftigung mit alter Musik und freier Improvisation. 

Als Komponist schreibt er neben Auftragsarbeiten verschiedenster Stilistik, Theatermusik und Jazz vor allem Kammermusik sowie für seine eigene Formationen wie das Auwald Trio oder das Projektorchester "Auwald Consort". Von 2010 bis 2012 arbeitete er unter dem Pseudonym „Ludwig Auwald“ mit Regisseur Dieter Wedel, so als Komponist und musikalischer Leiter der Nibelungenfestspiele Worms 2010 bis 2012 und der Zwingerfestspiele Dresden 2011.  2017 veröffentlichte Mayer mit seinem "Auwald Trio"  seine Debut-CD "Token Gestures", welche im Februar 2017 eine Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielt. Im gleichen Jahr wurde Mayers Klarinettenquintett „Waldgeist“ von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker bei dem 19. Sommermusikern in Landsberg uraufgeführt.

 

2018 erhielt Mayer den Kompositionspreis "Placidus von Camerloher"; die Uraufführung seines Werkes für Streichquartett und Klavier fand im Oktober 2018 statt. Im Früjahr 2019 wird Mayer als „Special Guest“ mit Gitarrist Gil Gutiérrez und Geiger Bob Stern in San Miguel de Allende, Mexico konzertieren.

 

Der Jazzjournalist und Kritiker Marcus Woelfle bezeichnet ihn im Musikmagazin Rondo wie folgt: 

"Mayer hat die putzmunter zwischen den Genres vermittelnde Fantasie eines Jaki Byard, den singenden Anschlag eines Roland Hanna, die romantische Seele eines Robert Schumann und eine Riesenportion Eigenart." Das Motiv der Wanderschaft spiegelt sich auch in seinen Kompositionen wider, weshalb er häufig als "Wanderer zwischen den musikalischen Welten" bezeichnet wird.

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© Auwald Trio 2019